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BLICKPUNKT KIRCHE   / aus Heinrichsblatt Nr. 40 • 2. Oktober 2005:

 

 

Klein, aber aktiv -  St. Marien feiert 50. Weihetag

Festgottesdienst  mit Ezbischof Ludwig Schick

 

50 Jahre St. Marien

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Wichtiger als das Kirchengebäude sind die Menschen, die in dem Haus zusammen kommen und hier Gemeinschaft untereinander und mit Gott finden".

Dies war der Tenor des Festgottesdienstes, den Erzbischof Dr. Ludwig Schick mit der Burgfarnbacher Gemeinde St. Marien zum 50. Geburtstag der Kirche gefeiert hat. Zweiter Höhepunkt des Tages war die Einweihung des neu gestalteten Pfarrgartens. Dort wurde bei strahlendem Sonnenschein fröhlich gefeiert - der Auftakt für eine engagiert gestaltete Festwoche.

 

 

Erzbischof  Prof. Dr. Ludwig Schick in Burgfarrnbach
Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick in Burgfarrnbach

Schon beim Einzug fiel die große Schar der Ministranten auf, ein Schatz, auf den die Gemeinde sehr stolz ist. Sie trugen Schilder mit den verschiedenen Wirkungsfeldern, in denen St. Marien tätig ist. Diese brachten sie als Bausteine an einem Kirchenmodell an und symbolisierten so, woraus Kirche besteht. In der Kyrie-Besinnung kam zum Ausdruck, wie Kirche sein soll: Nicht eine Kirche der frommen Sprüche werde gebraucht, sondern eine Kirche der helfenden Tat, die bei den Menschen und in ihrem Alltag präsent sei.

 

 

 

  

 

 

Zukunft im Blick behalten

 „Herr, baue deine Kirche, und fange bei mir an" - sangen die Gläubigen, „mache mich zu einem Baustein, zu einer Flamme". Der Bischof fügte hinzu, dass es Christus sei, der die Menschen zu lebendigen Steinen und leuchtenden Flammen werden lasse.

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In seiner Predigt wies das Bamberger Kirchenoberhaupt daraufhin, dass man bei aller Freude und Dank über das, was war, die Zukunft im Blick behalten müsse. Mut sei wesentlich und den habe die Gemeinde ja auch in der Vergangenheit bewiesen.

Schick dankte den Karmeliten-Patres, die in St. Marien Pionierarbeit geleistet hätten und freute sich, dass sie den Geburtstag ihrer Kirche mitfeierten. Viel geistliches Leben sei in St. Marien seit dem gewachsen. „Lassen Sie die Symbolik dieser Kirche auf sich wirken", forderte der Bischof seine Zuhörer auf, „dann weiß man, worauf es ankommt". Er verwies auf die Reliefdarstellung der Bergpredigt und den Geist der Seligpreisungen. Er lenkte den Blick auf das Kreuz, das Christus als den Weg bezeichne, der zum Ziel führt. Und unter Hinwendung auf die Marienstatue zitierte er die Mutter Gottes, die in Kana sagte:

„Was er euch sagt, das tut". Kirche, führ der Erzbischof fort, leiste durch den Geist des Evangeliums einen Beitrag zu mehr Menschlichkeit in der Welt, leite an zu Toleranz und Fürsorglichkeit. „Kirche sind wir alle", betonte er und forderte auf zu Mut zum Engagement, zum Mittun in den vielen Aktivitäten einer Gemeinde. Ausdrücklich dankte er den Jugendlichen für ihren Dienst und ermunterte sie, auch kirchliche Berufe bei ihren Zukunftsplänen zu berücksichtigen.

  

 
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In seinem Grußwort würdigte der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinde St. Marien als „unverzichtbar für Burgfarrnbach". Er hob die „einzigartige Ökumene" mit der evangelischen Nachbargemeinde St. Johannis hervor und beglückwünschte die ehrenamtlichen Helfer, die bei der Pfarrei zu ihren vielen aktiven Kindern und Jugendlichen, die die Zukunft von St. Marien darstellten.

 

  

 

 


 Der Provinzrat der Oberdeutschen Karmeliten, Pater Dominikus Lankes, ein gebürtiger Nürnberger, freute sich, dass St. Marien nunmehr 50 Jahre Karmelkirche sei. Auch er wandte sich an die Jugendlichen und forderte sie auf, offen für eine Berufung zu sein.

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Bernd Rockenfeller, der Pfarrer der evangelischen Gemeinde St. Johannis, verwies auf die vielen gemein-samen Aktionen und bezeichnete seine Gemeinde als „Wegbegleiter" von St. Marien. In seiner Ansprache betonte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Günter Sieber, dass St. Marien sicherlich nicht zu den großen Gemeinden des Dekanates Fürth gehöre, aber „von den Aktivitäten her einen Spitzenplatz" einnehme.

Ohne unentgeltliches Engagement wäre auch die Neugestaltung des Pfarrgartens nicht möglich gewesen. Erzbischof Dr. Ludwig Schick würdigte nach der Einweihung der Begegnungsstätte die Leistung der freiwilligen Helfer mit der Verleihung einer Ehrenurkunde. Er segnete den Garten, auf dass „er allen zum Segen werde". Hier könnten Menschen zusammen kommen und den Geist der Gemeinde Jesu Christi erfahren.

 

 (Artikel aus Heinrichsblatt Blickpunkt Kirche Nr. 40 – 2. Oktobter 2005)

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages und der Autorin Ulrike Pilz-Dertwinkel